Ideenfriedhof

„Ich bin der Geist der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles was entsteht
Ist werth daß es zu Grunde geht"

Mephisto in Goethes Faust

 

 

 

 

Über die nächsten Zeilen im o.a. Goethezitat lässt sich trefflich streiten. Ich bin der Meinung, dass es besser ist, es entsteht etwas, wächst und gedeiht, stirbt und geht somit zu Grunde, als es entsteht gar nichts. Manches hat eine kurze, anderes eine längere Lebensspanne. An manches denkt man lange, an anderes nur kurz zurück. Hier geht es schlicht und einfach darum, einst inspirierend erscheinenden Ideen die letzte Ruhestätte zu geben - es handelt sich also quasi um Ehrengräber. Vielleicht schwingt insgeheim auch der Wunsch nach Auferstehung oder Wiederbelebung mit und vielleicht meldet sich ja ein Heiland bei mir (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Gleichviel.

 


Österreich X
21.3.2003 - 5.12.2007

Es war ein TV-Format, das ursprünglich Österreich 3 hieß und ich gemeinsam mit Dr. Robert Schwarz entwickelt habe. Wir haben es damals sogar geschafft über ein halbes Jahr, in einem Team mit dem Juniorchef einer namhaften Wiener Filmproduktionsfirma und seinem Assistenten, an der kommerziellen Nutzung zu arbeiten. Bis wir das Konzept gemeinsam und stolz dem Seniorchef und seiner Entourage vorgestellt haben: der sagte nur, dass so ein Format politisch nie und nimmer geduldet werden würde und das Konzept fiel ins Koma.

Eine Wiederbelebungsreise zu RTL nach Holland haben wir erwogen, aber den Glauben an die Überzeugungskraft der Idee allmählich verloren. Und so starb die Idee zu Österreich 3 oder X:

Zusammenfassung des Sendungskonzepts
„Österreich 3 – die Parlamentsshow“

Autoren: Robert Schwarz & Reinhard Krenn

Es handelt sich um eine Sendung, die Unterhaltung und Politik, ernste Anliegen und Spaß verbindet. Jede/r bekommt in „Österreich 3“ die Chance, sich einmal – unter Bedingungen einer ziemlich weitgehenden Simulation – als Politiker zu versuchen.

• In einer Pilotsendung werden KanditatInnenteams (á 3 Personen) vorgestellt, die sich politisch artikulieren möchten.
• Das Fernsehpublikum wählt die Interessantesten aus, die in der Folge um Unterstützung werben und SympathisantInnen die Gelegenheit geben, ihrer „Partei“ beizutreten.
• Die „Parteien“ organisieren sich über spezielle Internetforen und bieten ihren Sympathisanten die Chance, selbst als Parlamentarier gewählt zu werden und in der Sendung aufzutreten.
• In der Folge (idealerweise gibt es eine bis zwei Sendungen pro Woche im Umfang von etwa 70 min.) werden politische Themen, und zwar sowohl ernste als auch skurrile, im Fernsehparlament behandelt. Jede Partei ist dort mit drei Abgeordneten vertreten.
• An den Abstimmungen über „Gesetzesanträge“ beteiligen sich neben den Parteien und dem Saalpublikum auch die FernsehzuseherInnen.
• Ein Moderator führt durch die Sendungen, er erklärt den Aufbau und Regeln der Sendung, leitet Diskussionsrunden und Streitgespräche, führt Interviews mit Stargästen, etc.
• Von Zeit zu Zeit werden alte Parteien abgewählt und neue erhalten die Chance, ins Fernsehparlament einzuziehen.

 

Die Sendung erlaubt eine Form interaktiven Fernsehens, die man so noch nicht gesehen hat. [in der Tat!]

 


Zivilcourage im Reisezug - eine psychologische Untersuchung mit Hilfe des unsichtbaren Theaters
6.9.2001 - 3.4.2019

Die Diplomarbeit war ein ziemlicher Aufwand und das Ergebnis hat durchaus Qualität. So habe ich hie und da versucht die Früchte dieses in vivo Experiments unter die Leute zu bringen, aber bis auf ein paar Gesprächstermine und der Einladung zu einer Präsentation im Rahmen einer Religionsstunde in der Unterstufe ist nichts dabei heraus gekommen. Wer will kann sich das Experiment hier ansehen, wo auch der Link zur Diplomarbeit zu finden ist.


Grabungsarbeiten vorschlagen